Garantien und Haftung des Notars

Der Notar garantiert, dass die notarielle Urkunde dem Willen der Parteien entspricht, den er festgestellt und den zwingenden gesetzlichen Bestimmungen (d.h. den gesetzlichen Bestimmungen, von denen trotz gegensätzlichen Willen der Parteien nicht abgewichen werden kann) angepasst hat. Er haftet in der Tat, wenn die notarielle Urkunde aufgrund von offensichtlicher Rechtswidrigkeit oder Ungesetzlichkeit ungültig ist; und er haftet auch, wenn die Urkunde annulliert wird, weil eine Partei aufgrund des Alters oder offensichtlicher Unzurechnungsfähigkeit zum Abschluss der Urkunde gesetzlich nicht befähigt war oder wenn die Annullierung aus einem anderen, dem Notar zuzuschreibenden Grund erfolgte.

Der Notar muss im Fall von Immobilienurkunden, die er im Auftrag der Parteien abgefasst hat, in der Praxis (d.h. nach üblicher Vorgehensweise) durch eine Kontrolle der öffentlichen (Immobilien- und Grundbuch-) Register überprüfen, ob die Immobilie in den letzten zwanzig Jahren mit Hypotheken, Pfändungen, Beschlagnahmungen, Wegerechtsansprüchen oder anderen Auflagen belastet war, die deren Verfügbarkeit oder Nutzbarkeit einschränken; und er haftet für den Schaden, den die Partei erleidet, die diese Belastungen ignoriert hat, in dem sie mit vollem Recht den Ergebnissen der Überprüfungen des Notars vertraut hat. Wenn man wünscht, dass der Notar eine Kontrolle der letzten zwanzig Jahre durchführt (z.B. um eventuelle Wegerechte festzustellen) oder Nachforschungen in anderen Behörden vornimmt (z.B. um die bauliche Vorschriftsmäßigkeit eines Gebäudes, urbanistische Auflagen usw. zu ermitteln), muss dieser dazu separat beauftragt werden und diesen Auftrag annehmen. Wenn eine durch nicht richterlich erklärte Ersitzung erworbene Immobilie verkauft wird, kann der Notar dem Käufer nicht garantieren, dass der Verkäufer tatsächlicher Eigentümer der Immobilie ist. Und er kann auch nicht garantieren, dass derjenige, der im Kataster und in den Immobilien- (Grundbuch-) Registern als Eigentümer eingetragen ist und von der Immobilie in den letzten zwanzig Jahren keinen Besitz genommen hat, tatsächlicher Eigentümer der Immobilie (die eventuell von anderen durch Ersitzung erworben wurde, auch wenn sich die Ersitzung nicht aus einem Richterspruch ergibt) ist. Der Notarrat stellt kraft Gesetzes sicher, dass der Notar seinen Pflichten (einschließlich der Pflicht, für die Schäden aufzukommen, für die er haftet) sorgfältig nachkommt; und er schreitet, wenn gewünscht, ein, um Streitigkeiten zwischen Notar und Klienten beizulegen.

entnommen aus www.notariato.it