Die Wahl des Notars

Der Notar muss von den Parteien nach gemeinsamer Vereinbarung, oder bei Nichtvereinbarung, von der Partei gewählt werden, die zur Bezahlung der Honorare und zur Erstattung der vom Notar vorgestreckten Kosten verpflichtet ist.

Bei notariellen Beurkundungen, in die öffentliche Behörden oder Banken verwickelt sind, ist es Regel, wenn die Kosten der notariellen Beurkundung nicht zu deren Lasten gehen, die Wahl des Notars der anderen Partei zu überlassen, es sei denn, es liegt dagegen ein berechtigtes Motiv vor. Die Wahl des Notars darf nicht von anderen Experten, Immobilienagenten, Vermittlern usw. getroffen werden; sie darf von diesen nur empfohlen werden, insofern dies der Klient wünscht. Die Wahl des Notars sollte auf einem Vertrauensverhältnis basieren. Normalerweise muss folgendes berücksichtigt werden: die Zeit, die der Notar persönlich dem Klienten widmet, um dessen Willen zu erkunden und der praktische Zweck, der erreicht werden soll; dessen Fähigkeit, Klienten zu beraten und diese so zu orientieren, dass Form und Inhalt der notariellen Beurkundung deren Interessen hinsichtlich des von diesen gewünschten praktischen Ergebnisses am besten umgesetzt werden; die Art und Weise, in der dieser seinen Beruf ausübt und die gesetzlichen Bestimmungen und die Richtlinien des Pflichtenkodex einhält: und insbesondere dessen Korrektheit, Sorgfalt und Professionalität, sowie die Effizienz der Organisation seiner Kanzlei. Die Wahl des Notars sollte nicht ausschließlich auf der Grundlage der Kosten der Notarleistung erfolgen. Die Notargebühr ist eine relativ starre Gebühr: das Honorar für die Ausstellung einer notariellen Urkunde ändert sich nicht, welchen Notar man auch wählt; was unterschiedlich sein kann, das sind die für die vorbereitenden Tätigkeiten und für einige nach Ausstellung der notariellen Urkunden notwendigen Tätigkeiten anfallenden notariellen Kosten und Entgelte. Außerdem können die Entgelte für die Beratungstätigkeit und die anderen nicht eng mit der notariellen Urkunde verbundenen beruflichen Leistungen variieren, und zwar in beträchtlichem Maße. Um einen Kostenvergleich anzustellen, sind die Art und Weise wie die Notare ihre Aktivität ausüben und insbesondere die Zeit zu berücksichtigen, die diese dem persönlichen Verhältnis mit ihren Klienten widmen. Auf jeden Fall ist zu beachten, dass hinsichtlich der beruflichen Leistung (vor allem in komplexen Fällen) die Kosten nicht das beste Kriterium für die Wahl des Notars sind.

entnommen aus www.notariato.it